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Schule
Unsere Schule ist eine staatlich genehmigte Private Schule für Erziehungshilfe (Bildungsgang Förderschule) und Schule für Geistigbehinderte am Heim des Heil- und Erziehungsinstituts Eckwälden.
Die Schule des Instituts Eckwälden hat eine lange Biografie. Schon in der Vorläufereinrichtung in Stuttgart-Mühlhausen wurden die Kinder und Jugendlichen heimintern im Rahmen des Waldorflehrplanes, so wie ihn Dr. Rudolf Steiner für die Waldorfschule Uhlandshöhe in Stuttgart gegeben hat und in Übereinstimmung mit den Anregungen seines Besuches im Heil- und Erziehungsinstitut für Seelenpflege-bedürftige Kinder in Jena-Zwätzen (auf dem Lauenstein) unterrichtet.
Grundlagen unserer Schule
Unserem Unterricht liegt der Lehrplan der Freien Waldorfschule zugrunde, d.h. inhaltlich wird der Unterrichtsstoff entsprechend den Entwicklungsstufen, die jedes Kind unabhängig von seiner Behinderung durchläuft, vermittelt. Jeder Lehrer versucht in seinem Unterricht auf die individuellen Bedürfnisse der einzelnen Kinder, im Rahmen des Lehrplanes, einzugehen.
In unseren Klassen finden sich Kinder unterschiedlichster Art zusammen:
Kinder mit verschiedenartigen Lernbehinderungen, seelischen Behinderungen, mit emotionalen Störungen und Kinder mit einer geistigen Behinderung bilden eine Klassengemeinschaft. Durch die verschiedenen Behinderungsarten fördern sie sich gegenseitig in ihrem intellektuellen und in ihrem sozialen Tun.
Unterrichtsaufbau
Ein Schulvormittag gliedert sich in zwei große Segmente:
Zuerst findet täglich der Hauptunterricht statt. Dieser 1 ½ Zeitstunden umfassende Zeitraum gliedert sich in drei Bereiche:
Zunächst wird an stark rhythmisch geprägten Inhalten gearbeitet. Es wird gesungen, rezitiert, geflötet, geführte Bewegungsübungen werden durchgeführt, je nach Altersstufe, Unterrichtsinhalt und Jahreszeit.
Dann wird über mehrere Wochen täglich an einem Unterrichtsinhalt (Epoche) gearbeitet. Naturkunde und Geschichte stehen ebenso auf dem Lehrplan wie Geographie, Mathematik oder Deutsch. Nach etwa vier bis sechs Wochen wechselt der Inhalt der Epoche.
Der Epocheninhalt wird in einem dritten Teil des sog. Hauptunterrichtes von den Schülern in sorgfältig geführten Heften gesichert und gefestigt.
Daran schließt sich in der Klassenlehrerzeit ein erzählender Teil an. Die Erzählstoffe entsprechen dem Lebensalter.
Nach einer längeren Pause schließen sich an den Epochenunterricht Fach- und Übstunden an. In dieser Zeit werden entweder die Kulturtechniken wie Lesen, Rechnen und Schreiben durch Üben vertieft, oder es findet der künstlerische Unterricht statt. Teilweise werden dazu die Klassen in kleinere Gruppen geteilt.
Neben den Fachstunden am Vormittag findet auch an drei Nachmittagen der Woche künstlerischer und handwerklicher Unterricht statt.
Das Angebot der künstlerischen und handwerklichen Fächer umfasst neben der Eurythmie in allen Klassen, in der Unterstufe Handarbeit, Turnen und Malen. In der 6. Klasse kommt das Arbeiten mit Holz und der Gartenbau dazu. In der Oberstufe erweitert sich das Angebot um Plastizieren, Kupfertreiben und Buchbinden. Englisch wird ab der ersten Klasse unterrichtet.
Volkstanz, Chor und Orchester wird klassenübergreifend in Arbeitsgemeinschaften angeboten. Auch eine Zirkus-AG trifft sich regelmäßig im Laufe der Woche.
In den letzten Jahren absolvieren die Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen und der Werkstufe verstärkt Praktika innerhalb des Instituts aber auch außerhalb unserer Einrichtung. Die jungen Menschen erhalten auf diese Weise erste Einblicke in das Berufs- und Arbeitsleben. Die Praktikumsstellen erhalten unsere junge Menschen häufig durch die Initiative der Eltern, aber auch in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Göppingen und dem Integrationsfachdienst. Seit Jahren werden intensive Kontakte zur Agentur für Arbeit gepflegt.
Autor: dobner -- 22.06.2010